Soziale Infrastruktur sichern - ARGE Freie richtet Forderungen an den neu gewählten Münchner Stadtrat

Die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege München (ARGE Freie) gratuliert den neu gewählten Mitgliedern des Münchner Stadtrats und bietet sich als verlässlicher Partner in der Sozialpolitik an. Gleichzeitig richtet sie zentrale sozialpolitische Forderungen an die künftige Rathauskoalition und appelliert, diese in den anstehenden Koalitionsverhandlungen zu berücksichtigen.

Die ARGE Freie ist der Zusammenschluss der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in München: Arbeiterwohlfahrt (AWO), BRK-Kreisverband München, Caritasverband der Erzdiözese München und Freising, Diakonie in München und Oberbayern, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern sowie der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Oberbayern. Gemeinsam setzen sie sich für ein solidarisches, soziales und inklusives Miteinander in der Stadt ein und vertreten insbesondere die Interessen von Menschen in sozialen Notlagen.

Frühkindliche Bildung priorisieren

Die ARGE Freie fordert, die Finanzierung der Kindertagesbetreuung dauerhaft zu sichern. Mittel für die Münchner Kitaförderung sowie für Eltern-Kind-Initiativen sollten über 2026 hinaus von Sparmaßnahmen ausgenommen bleiben. Frühkindliche Bildung sei eine zentrale Investition in die Zukunft und entscheidend für Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Keine Einsparungen im sozialen Bereich

Angesichts der angespannten Haushaltslage warnt die ARGE Freie vor Kürzungen im Sozialbereich. Sollte an Sparzielen festgehalten werden, müsse zumindest der gemeinsam mit dem Sozialreferat entwickelte Zukunftssicherungsprozess fortgeführt werden. Ziel sei es, die soziale Infrastruktur Münchens nachhaltig zu sichern und Versorgungslücken zu vermeiden.

Beschäftigungsförderung stärken

Das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) müsse unbedingt erhalten bleiben. Es ermögliche Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt gesellschaftliche Teilhabe und habe laut Evaluation eine hohe wirtschaftliche Wirkung. Die ARGE Freie fordert daher ein klares politisches Bekenntnis zur Fortführung des Programms.

Stabilität im Gesundheitsbereich gewährleisten

Im Gesundheitsreferat spricht sich die ARGE Freie für verlässliche Förderstrukturen aus. Kürzungen und unsichere Förderbedingungen hätten bereits zu großer Verunsicherung geführt. Eine stabile Finanzierung sei essenziell für eine gesunde Stadtgesellschaft.

Verwaltung vereinfachen und gemeinsam weiterentwickeln

Neben finanziellen Fragen sieht die ARGE Freie auch strukturellen Handlungsbedarf. Bürokratische Hürden und ineffiziente Verwaltungsprozesse müssten reduziert werden, um Ressourcen besser zu nutzen. Gleichzeitig strebt die ARGE Freie eine engere, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den städtischen Referaten an, um soziale Angebote zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Gemeinsame Verantwortung für München

„München verfügt über ein starkes soziales Netz. Damit das so bleibt, braucht es jetzt klare politische Entscheidungen zugunsten sozialer Sicherheit und Teilhabe“, betont Karin Majewski, die Sprecherin der ARGE Freie. Sie lädt den neuen Stadtrat ein, gemeinsam an einer nachhaltigen und gerechten Stadtentwicklung zu arbeiten.

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Kontakt

Arge Freie München
Federführung: Paritätischer Wohlfahrtsverband Bezirk Oberbayern

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