Eine echte Chance: Der Dritte Arbeitsmarkt in München

Dritter Arbeitsmarkt

Seit Jahren fordern die Wohlfahrtsverbände einen echten Dritten Arbeitsmarkt.
Der Zweite Bürgermeister der Landeshauptstadt München hat in seiner Rolle als Wirtschaftsreferent Ende Februar öffentlich angekündigt, dass der von der Wohlfahrtspflege seit Langem eingeforderte Dritte Arbeitsmarkt noch dieses Jahr in München realisiert werden soll.
Die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege begrüßt es, das Projekt zu starten, welches sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für besonders benachteiligte Langzeitarbeitslose in München schaffen soll.

Zweiter Bürgermeister Josef SchmidAnfang April 2015 trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Arge Freie und ihr Sprecher Norbert J. Huber erneut mit dem neuen Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Münchens Zweiten Bürgermeister Josef Schmid, zu diesem Thema. In dem Folgegespräch wurde der Dialog zum Dritten Arbeitsmarkt von Ende Januar fortgesetzt. Präsentiert wurden dabei erste Ergebnisse der Verwaltung zur Neuschaffung eines echten Dritten Arbeitsmarktes. Diese wurden im Anschluss mit den Vertreterinnen und Vertreter der Arge Freie diskutiert.

„Uns geht es um eine zielorientierte Weiterentwicklung der bisherigen Maßnahmen im Zeichen der Integration, der Stabilisierung und Weiterentwicklung von Langzeitarbeitslosen“, sagte Referent Schmid. Dr. Anneliese Durst, Leiterin des FB Kommunale Beschäftigungspolitik und Qualifizierung im RAW, stellte unter anderem die Ermittlung von Kennzahlen, die Auswahlkriterien für die Betriebe und die Voraussetzungen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Sozialen Betrieben als Diskussionsgrundlage vor:

Im Wesentlichen müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mindestens zwei Jahre erwerbslos (kumuliert) und in der Lage sein, mindestens 20 Wochenstunden zu arbeiten. Die Arbeitsverträge sollen zunächst auf drei Jahre befristet werden, um im Einzelfall einen Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Für die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind zunächst 100 Stellen vorgesehen, bei einer anderen Maßnahme, den sozialen Hilfen, weitere 100 Stellen.

„Das präsentierte Vorhaben zum Dritten Arbeitsmarktes geht in die richtige Richtung, bekräftigt Norbert J. Huber, Sprecher der Arge Freie. Er betont jedoch auch, dass „sicherlich noch einige Detailfragen zu klären sind. Insbesondere transparente, nachvollziehbare und akzeptierte Kriterien für die Auswahl der Betriebe und die Vergabe der Mittel sind uns ein Anliegen“.

Die Diskussion der Arge Freie mit dem Referat für Arbeit und Wirtschaft wird Mitte April fortgesetzt. Im Anschluss daran soll die Beschlussvorlage für den Stadtrat entworfen werden, zu dem seitens der Wohlfahrtsverbände eine schriftliche Stellungnahme zur Vorlage für den Stadtrat erfolgt. Erst danach soll sich der Stadtrat damit befassen.

Warum die Wohlfahrtsverbände gute Partner für den Dritten Arbeitsmarkt sind, welchen Stellenwert die Sozialen Betriebe dabei haben und vieles mehr zu diesem aktuellen Thema erfahren Sie im Arge Freie Portal: vollständiger Artikel.

Kontakt

Arge Freie München
Federführung: AWO München-Stadt

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